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* Besonderen Dank an M.H., S.T. & T.R. für das unermüdliche gorrektur lessen. :-)

[1] Zum vergrößern Anklicken // Sowjetische Häftlinge im Lager Mauthausen
[1] Zum vergrößern Anklicken // Sowjetische Häftlinge im Lager Mauthausen
[3] Zum vergrößern Anklicken // Auf der Flucht erschossener Häftling aus Block 20
[3] Zum vergrößern Anklicken // Auf der Flucht erschossener Häftling aus Block 20

 

In der Nacht vom 1. auf den 2. Februar gelang ca. 500 Gefangenen des Konzentrationslagers Mauthausen, dem größten Konzentrationslager Österreichs, das eigentlich Unmögliche:

Die Häftlinge im Block 20, einem vom restlichen Lager abgeschotteten Bereich des Kzs Mauthausen, waren zum Großteil sowjetische Offiziere und Soldaten. Der Tagesablauf nur aus demütigenden Spielchen des Wachpersonals bestand.

Stehen vor dem Block, „Leibesübungen“ (Turnen, Gänsemarsch, Hampelmann…)und willkürliche Gewalt. Sie sollten Opfer der „Aktion K“ werden, K für Kugel, also alle waren für Massenerschießungen vorgesehen.

 

Auch so fanden 20-30 Menschen täglich den Tod. In ihrer ausweglosen Lage wagten die Häftlinge schließlich, in einer Sternenklaren Winternacht den Ausbruch. Bewaffnet mit zwei Feuerlöschern, die in der Baracke untergebracht waren, herausgerissenen Bretterdielen, Stühlen und Steinen stürmten sie auf die 2,50 Meter hohe Mauer und überwältigten einige der Bewacher auf den Türmen. Viele schafften es nur wenige Meter in die Freiheit, entweder wurden sie erschossen oder hielten die Strapazen der Flucht nicht aus und brachen zusammen. DerSchnee lag 30cm hoch, nur 150-200 Häftlinge schafften es sich in die umliegenden Wälder zu retten. Die Lagerleitung befahl sofort eine Großfahndung an die umliegenden Polizeistellen mit der direktive, alle verfügbaren Kräfte zusammenzuziehen und die Gefangenen, nach ihrem Aufgreifen, an Ort und Stelle zu erschießen. Bekanntgegeben wurde, dass sich mehrere hundert „schwerste Kriminelle“ auf der Flucht aus dem Konzentrationslager Mauthausen befänden und diese eine immense Gefahr für die Bevölkerung darstellten. Es ist eher auszuschließen, dass die völlig abgemagerten und geschwächten Häftlinge für die Bevölkerung eine echte Gefahr waren, vielmehr ergab sich ein ganz anderes Bild, das auch von der örtlichen Gendarmerie offiziell festgehalten wurde:

 

[2] Zum vergrößern Anklicken //
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Mehrere hundert Bewohner des Mühlenviertels wurden sofort zusammengezogen und in Suchtrupps eingeteilt. Darunter waren Polizeieinheiten, SS, Volkssturm, H.J. Wehrmacht, Feuerwehr und Freiwillige aus der Zivilbevölkerung. Die SS nannte diese Aktion zynisch „Mühlenviertler Hasenjagd“. Vereinzelt gab es Bauern die Häftlinge versteckten und ihnen halfen - grundsätzlich muss man aber von einer Pogromstimmung und einer hasserfüllten Hysterie in der Bevölkerung sprechen.

 

[2] Zum vergrößern Anklicken //
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In einigen Teilen des Mühlenviertels dauerte die Jagd 3 Wochen lang und wurde gründlich durchgeführt.

 

Von den ca. 500 Geflohenen überlebten nur 11 die Jagd. Die Leichen der anderen wurden zusammengetragen und lagen mehrere Wochen neben der Volksschule in Ried, bis sie in das Krematorium von Mauthausen geschafft wurden.

 Zum vergrößern Anklicken // Kreisstädte und Gemeinden die sich aktiv an der Jagd beteiligten
Zum vergrößern Anklicken // Kreisstädte und Gemeinden die sich aktiv an der Jagd beteiligten

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[Extern] : Auf den Spuren der "Mühlvirtler Hasenjagd", Dokumentation, 35. minuten
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