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* Besonderen Dank an M.H., S.T. & T.R. für das unermüdliche gorrektur lessen. :-)

 

Sicher sind die Begriffe „Auschwitz“ und „Gaskammer“ fast jedermensch bekannt, unbekannt sind für viele hingegen das  T4-Programm, oder die wilden KZ und wie wahrnehmbar diese in der damaligen Öffentlichkeit waren.

Daher sollen hier einige dieser umgesetzten NS-Projekte näher beleuchtet werden und welche Intention "Von nichts gewusst" verfolgt.

Direkt nach der Machtergreifung der Nazis begann überall in Deutschland die Repression gegen erklärte und potentielle Gegner_Innen. Über das gesamte Land verteilt entstanden Internierungslager, um jene Opponenten zu isolieren und einzusperren. Diese Lager waren in der Logik der Faschisten notwendig geworden, da die Verhaftungen in den ersten Monaten des„3 Reichs“  so in die Höhe geschossen waren, dass die normalen Zuchthäuser und Gefängnisse völlig überfüllt waren. In ausgedienten Fabrikhallen, Parteibüros der Opposition, Turnhallen von Arbeitersportvereinen und leeren Schuppen - überall wo man Menschen zusammenpferchen konnte, wurden diese auch eingesperrt. Übernommen wurde die Bewachung dieser Einrichtungen entweder durch die örtliche Polizei oder die SA. Eine Koordinierung, Verwaltung oder rechtliche Einordnung dieser Orte fand in dieser Zeit noch nicht statt. Daher verwendet man für diese Lager den Begriff der "wilden KZ".

 

Als auch diese aus allen Nähten platzten und i.d.r. so gut wie keine sanitären Einrichtungen oder Möglichkeiten eines geregelten Lebens vorhanden waren, wurde damit begonnen zentralisierte Lager zu bauen, sogenannte Konzentrationslager. Alte Burgen, zuvor anders genutzte Lager oder komplett neu errichtete Einheiten wurden für eine größere Anzahl von Häftlingen ausgelegt. Schlafmöglichkeiten wurden geschaffen, eine Verwaltung wurde aufgebaut, dazu Küchen, Werkstätten, usw. Diese Lager waren zu tausenden über Deutschland verteilt. Es gab kaum eine größere Gemeinde, wo kein solches Lager zu finden war. Sie dienten einerseits zur Abschreckung von Oppositionellen, gegen das System tätig zu werden, waren aber ebenso Terrorinstrument zur Unterdrückung und Vorläufer der späteren Ostlager,  wie Auschwitz, Majdanek, Sobibor, Belzec, Treblinka

 

Wenig bekannt ist ebenfalls die rassistische  „Euthanasie“* der Nationalsozialisten, welche die erste Phase der späteren „Endlösung der Judenfrage“ darstellt. Die ersten Versuche mit  Gaskammern wurden in den Euthanasieeinrichtungen bis 1941 vorgenommen. Im rassistischen Vernichtungswahn stigmatisierten die Nazis Menschen mit Behinderung als „unnütze Esser“, „Schädlinge“ für den „Volkskörper“ oder als eine „Belastung für die Arbeiter“ – deswegen mussten sie gemäß Nazilogik vernichtet werden. Diese Vernichtung stellte neben der ersten Phase gleichzeitig die Generalprobe der „Endlösung“  dar. Das breit angelegte Euthanasieprogramm, das mindestems 400.000 Menschen das Leben kostete, war keineswegs versteckt oder verheimlicht worden. Sicher wurden manche Details verschwiegen. Was aber bedacht werden muss, ist die Tatsache, dass die Euthanasie nicht nur hinter verschlossenen Türen stattfand, sondern auch in ganz gewöhnlichen Krankenhäusern. Ärzte, Pfleger, Küchenangestellte, Hausmeister, Verwaltungsbeamte, Fahrer, Logistiker – wie viel müssen all diese Menschen gewusst haben? Wem vertrauten sie sich an? Genauere Antworten wird man sicher kaum noch finden können. Wichtig ist und bleibt es jedoch, bekannte Fakten, Geschichten und Dokumente dazu auszuwerten.

 

Diese Seite will nicht dogmatisch nach Schema F jedes Lager darstellen. Das wäre im Umfang auch gar nicht möglich. Anhand von Dokumenten, Fotos, Geschichten soll belegt werden, dass die deutsche Bevölkerung nicht so unwissend war, wie häufig behauptet. Wo als notwendig erachtet, sind Texte mit Links hinterlegt, die eine Vertiefung in das jeweilige Thema ermöglichen sollen. Jede genutzte Quelle wird auch genannt.

 

 

 

 

*Euthanasie sei bitte immer in Anführungszeichen zu lesen